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Hohe Energiepreise machen der Tourismuswirtschaft stark zu schaffen

Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, Ernst Hinsken, MdB, traf sich zu einem Gespräch mit den Spitzenverbänden der deutschen Tourismuswirtschaft

(PresseBox) (Berlin, )
"Trotz aktuell leicht fallender Preise beim Mineralöl bedeuten die hohen Rohstoffpreise unverändert eine große Herausforderung für Politik und Wirtschaft. Sie belasten unsere Konjunktur, unsere Unternehmen wie auch die Menschen in unserem Land", so Hinsken zusammenfassend nach einem Gespräch zu dem er gestern geladen hatte.

Insbesondere die hohen Treibstoffkosten machen Reisebus- und Luftverkehrsunternehmen so wie dem Schaustellergewerbe ganz besonders große Sorgen. Wie Hinsken weiter feststellt, können die Auswirkungen der hohen Energiepreise auch auf die Kaufkraft der Verbraucher nicht wegdiskutiert werden. "Ich befürchte, dass vermehrt Bürger auf ihre Urlaubsreise verzichten und zuhause bleiben" skizzierte Hinsken die Auswirkungen auf die Reisekonjunktur. Nachhaltig wurden die Stellungnahmen aus der Tourismuswirtschaft diskutiert. Schließlich hat eine Blitzumfrage des DIHK die Alarmsignale bestätigt.

Als Ergebnis des Gesprächs wurde u. a. festgehalten: ein Moratorium bei der Umsetzung der Feinstaubrichtlinie, die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftverkehrsraumes und damit verbundenen weniger Warteschleifen, die Privatisierung der Deutschen Flugsicherung, aber auch die kritische Überprüfung der Einbindung des Luftverkehrs in das Emissionshandelssystem als auch deren Umsetzung über die EU hinaus.

Sieben Prozent des Mineralöls verpuffen in Staus. Aus diesem Grund werden Maßnahmen zur Reduzierung von Verkehrsstaus, schnellere Stauwarnungen und ein besseres Baustellenmanagement gefordert. Weitere wichtige Punkte waren eine europaweite Harmonisierung der Mehrwertsteuer, eine größere Flexibilität bei der Anwendung der Pauschalreiserichtlinie, verstärkte Möglichkeiten für das Schaustellergewerbe, die Bahn für den Transport von ihren Fahrgeschäften zu nutzen, sowie eine stärkere Entzerrung der Sommerferientermine.

Hinsken versprach, die Anregungen der Branche konstruktiv aufzunehmen, verwies aber auch darauf, dass es keine einfachen und kurzfristigen Lösungen gäbe. Mit Blick auf die Energiemärkte betonte er, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Preise für Energie dauerhaft sinken werden. Wichtig sei deshalb ein Energiemix, auch unter Einbeziehung der Kernenergie. Dabei stehen Energieeffizienz und erneuerbare Energien weit oben auf der Agenda.

Letztlich kommt es aber für die Tourismuskonjunktur auch darauf an, jetzt nicht etwa Verunsicherungen zu schüren, so der Tourismusbeauftragte. Wichtig sei, "dass die Menschen vertrauen und eine Politik gemacht wird, die dem 'kleinen Mann' mehr Geld in die Tasche bringt, damit auch er nicht verzichten, sondern sich auch auf den Urlaub freuen kann."
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