Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Story Box-ID: 1165525

ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft Ernst-Reuter-Platz 10 10587 Berlin, Deutschland http://www.ecovis.com
Ansprechpartner:in Frau Jana Klimesch +49 89 58982673

Grundsteuer: Auch Liebhabereiflächen als land- und forstwirtschaftliche Grundstücke deklarieren

(PresseBox) (Berlin, )
Egal, ob ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb gewerblich oder als Liebhaberei geführt ist: Die Betreiber sollten die Flächen stets als land- und forstwirtschaftlich genutztes Grundstück in der Grundsteuererklärung angeben. Das spart Steuern.

Das Bundesverfassungsgericht stufte die bisherige Einheitsbewertung als Grundlage für die Grundsteuer als verfassungswidrig ein. Ab 1. Januar 2025 wird die Grundsteuer nun nach den neuen Berechnungsgrundlagen der Grundsteuerreform erhoben. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe ohne Gewinnerzielungsabsicht, also Liebhaberei-Betriebe, gehören unverändert zum landwirtschaftlichen Vermögen und werden der niedrigeren Grundsteuer A unterworfen.

Hintergrund

Der Gesetzgeber erhebt Grundsteuer für das Eigentum an bebauten und unbebauten Grundstücken. Bei der Besteuerung teilt er den Grundbesitz auf in Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und das übrige Grundvermögen. Je nach Zuordnung kommt es zu verschiedenen Grundsteuerzahllasten. Hierbei werden Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft regelmäßig niedriger bewertet, als Grundstücke des Grundvermögens.

Allerdings betreiben viele Landwirte ihren Betrieb in erster Linie aus persönlichem Interesse. Ohne nachweisbare Gewinnerzielungsabsicht geht das Finanzamt von Liebhaberei aus. Eine Folge ist, dass die erwirtschafteten Verluste ertragsteuerlich insgesamt oder nach einer Anlaufphase nicht berücksichtigungsfähig sind.

Was bedeutet das für die Praxis?

Auch land- und forstwirtschaftliche Liebhabereibetriebe sind ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft. Das heißt: Eigentümer zahlen entsprechend weniger Grundsteuer. Das landwirtschaftliche Vermögen umfasst neben dem Grund und Boden auch die Wirtschaftsgebäude, die der landwirtschaftlichen Produktion dienen. Weiterhin sind vorübergehend nicht genutzte oder brachliegende Flächen sowie leerstehende Wirtschaftsgebäude land- und forstwirtschaftliches Vermögen. Voraussetzung ist, dass der Landwirt diese Grundstücke nicht dauerhaft für andere private Zwecke nutzt – beispielsweise für private Stell- oder Lagerplätze. Dabei ist es nicht maßgebend, ob es sich ertragsteuerlich um Privat- oder Betriebsvermögen handelt.

Das sollten Eigentümer tun

„Eigentümer sollten die land- und forstwirtschaftliche Flächen eines Liebhabereibetriebs stets als landwirtschaftliches Vermögen in der Grundsteuererklärung angeben“, empfiehlt Ecovis-Steuerberater Robert Menz in Volkach. So lässt sich eine höhere Bewertung der Flächen vermeiden. „Betroffene Landwirte beraten wir bei Zweifelsfragen umfassend“, sagt Menz.

Das Wichtigste für Land- und Forstwirte aus Steuern und Recht - jetzt anmelden!
Für die oben stehenden Stories, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2024, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Stories, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.