Die neuen Module des Typs USB-847x sorgen nicht nur für einen einfachen Anschluss von PCs und Laptops an Netzwerke in Automobilen. Jede Schnittstelle ist auch mit einer Synchronisationsoption erhältlich, die es ermöglicht, Start-Trigger und Zeitstempel gemeinsam mit anderen CAN- und LIN-Schnittstellen für USB sowie mit Geräten für die Datenerfassung, Bildverarbeitung und Motorensteuerung, wie NI CompactDAQ und über USB gespeiste Multifunktions-Datenerfassungsmodule der M-Serie, zu nutzen. Der Anwender kann CAN- und LIN-Daten mit unterschiedlichen Arten von Messungen mit einer Auflösung im Mikrosekundenbereich synchronisieren. Ein Ingenieur, der z. B. einen Fahrzeugtest im Bereich NVH (Noise, Vibration and Harshness) durchführt, kann die Sensoren überwachen und anschließend den Zustand der elektronischen Steuergeräte im Netzwerk bestimmen, falls die Testgrenzwerte überschritten werden.
Die LIN-Module des Typs USB-8476 sind die ersten LIN-Geräte, die von NI angeboten werden. Bei LIN handelt es sich um ein Eindraht-Bussystem für die Kommunikation, das eine kostengünstige Option für die Vernetzung von intelligenten Sensoren und Aktuatoren in Kraftfahrzeugen darstellt, wo die Bandbreite und Vielseitigkeit von CAN nicht benötigt wird. Die LIN-Module können in drei Modi arbeiten: Master, Slave und Monitor. Überdies sind sie vollständig kompatibel mit den LIN-Standards 1.3, 2.0 und J2602.
Alle sechs Module verfügen über Hi-Speed-USB-Technologie. Ein integrierter Hardwarepuffer stellt zusammen mit der 40-fachen Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeit von Hi-Speed USB im Vergleich zu Full-Speed USB sicher, dass es bei den USB-Modulen selbst bei Übertragungen mit einer Busauslastung von 100 % bei Geschwindigkeiten bis zu 1 Mb/s nicht zu einem Verlust von Datenblöcken kommt. Die Module werden über den Bus mit Strom versorgt und verfügen über integrierte Transceiver und ein fest angeschlossenes USB-Kabel, so dass sie eine robuste Plug-and-play-Funktionalität zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis bietet als vergleichbare USB-Module.
"Mit National Instruments LabVIEW und dem neuen CAN-Modul für USB konnte ich schnell eine Reihe von robusten und bedienfreundlichen Anwendungen entwickeln, die Daten des Bussystems im Fahrzeug aufzeichnen, welche dann vom Personal vor Ort und von Prüfingenieuren genutzt werden", so Scott Sirrine, leitender Produktingenieur der Eaton Corporation, einem führenden und diversifizierten Industriekonzern. "Das Design eignet sich ideal für den Einsatz in der Praxis, und der Preis der CAN-Schnittstelle für USB spielte eine entscheidende Rolle dabei, dass Gesamtkosten unter dem veranschlagten Budget blieben. So können wir die Anwendung in unserem gesamten Bereich einsetzen."
Im Lieferumfang der neuen USB-Module ist die Treibersoftware NI-CAN enthalten, die zur zügigen Anwendungsentwicklung beiträgt. Mithilfe einer leistungsstarken, auf Frames basierenden API können Ingenieure, die NI-CAN verwenden, Anwendungen in zahlreichen Programmierumgebungen entwickeln und bedienen, darunter National Instruments LabVIEW, LabWindows™/CVI und Measurement Studio sowie Microsoft C/C++ und Visual Basic. Außerdem umfasst die Treibersoftware NI-CAN ein Dienstprogramm für das CAN- und LIN-Bussystem für eine sofortige, schlüsselfertige Überwachung und Speicherung von Busdaten auf einer Festplatte.
Durch diese neuen Module konnte NI seine Produktfamilie der PCI-, PXI- und PCMCIA-CAN-Module erweitern, so dass jetzt auch mobile, kostengünstige und leistungsstarke USB-Lösungen zur Erstellung von benutzerspezifischen Test-, Überwachungs- und Protokollierungsanwendungen realisiert werden können, die den Anforderungen der komplexen Automobilnetzwerke und -geräte von heute entsprechen.